(Hamburg, 25. Mai 2012) Durch die Einführung des Internets und anderer digitaler Medien sind unzählige neue Wege entstanden, Werbung zu kommunizieren, wobei das klassische Printmedium immer weiter in den Hintergrund gerückt ist. Laut aktuellen Prognosen des Hamburger Instituts für Medienforschung wird die Printwerbung in der aktuellen Entwicklung des Werbemarktes neben Internet und TV der große Verlierer sein.

Doch sollte man klassische Printwerbung schon vollständig abschreiben?

Die rasante Entwicklung des Internets als Werbeträger lässt sich natürlich nicht abstreiten. Durch die Daten der Nutzer hat man einen geringeren Streuverlust. Besonders durch die Nutzung Sozialer Netzwerke wie Facebook, in denen User freiwillig eine hohe Zahl privater Daten preisgeben, kann man Werbung zielgruppenorientiert einsetzen.

Hierbei hängt der Erfolg jedoch nur von der Freizügigkeit der Nutzer ab. Welchen Effekt wird es auf uns haben, wenn wir uns mit Freunden auf Facebook über etwas austauschen und kurz darauf eine Kaufanzeige für genau dieses Produkt erscheint? Werden wir uns darüber freuen, dass uns die Möglichkeit gegeben wird, unseren Wunsch nach diesem Produkt im richtigen Moment zu erfüllen oder werden wir es unheimlich finden?

Hier liegt der Vorteil der Printmedien. Laut einer Umfrage finden nur 12% der Leser Printwerbung nervig oder störend. Durch die Entwicklung der General-Interest Titeln zu einer Vielzahl von Special- Interest Titeln lässt sich auch hier der Streuverlust minimieren. Man kann durch eine Werbeanzeige eine Zielgruppe mit einem bestimmten Lebensstil ansprechen.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass das Medium Print als Werbeträger noch lange nicht ausgedient hat.