(Hamburg, 9. Juli 2012) Die Geschichte des Immobilienmarketings ist schnell erzählt. In der Werbung spielte sie in den letzten 100 Jahren keine tragende Rolle. Immobilien bzw. Immobilienprojekte wurden nur von sehr wenigen Werbeagenturen mit der nötigen professionellen Sicht betrachtet.

Anfang des 20 Jahrhunderts gab es lediglich vom Immobilienmakler aufgestellte Galgenschilder am Straßenrand, die auf eine zu verkaufende Wohnung oder auf ein leerstehendes Haus hinwiesen. Immobilien-Anzeigen in Zeitung erweiterten die klassische Werbung für Immobilien. Beide Werbeträger boten dem Makler kaum Platz, relevante Informationen zum Objekt unterzubringen. Sie dienten immer nur als Teaser, der einen Interessenten animieren sollte, sich weiterführende Informationen verschaffen zu wollen. Dies geschah dann primär über  Exposés, die aber meist nur den Schwerpunkt auf fachliche Beschreibung legten. Rahmendesign bzw. Präsentation des Miet- oder Kaufobjekts traten auch hier in den Hintergrund.

Erst durch den Siegeszug der großen Online-Immobilienportale zu Beginn des 21. Jahrhunderts änderte sich die allgemeine Auffassung, dass gute Immobilien kein professionelles Marketing benötigen.  Makler begannen zum Beispiel die Objekt-Fotos aufwendiger zu  bearbeiten und für Neubauprojekte eigene Brands zu konzipieren. Werbung  bekam einen anderen Stellenwert.

Seit wenigen Jahren setzt der Neubauvertrieb nun auch verstärkt auf  das Bewegtbild. Bessere Software und leistungsstarke Rechner machen das nun bezahlbar, was noch vor 10 Jahren lediglich in Hollywood produziert werden konnte: Realistische Video-Rundgänge in einer fertig gestellten Wohnung,  obwohl die Tiefbauarbeiten noch gar nicht begonnen haben. Das Immobilien-Marketing  ist so nun endlich aus seiner Werbe-Nische herausgetreten.

…Sehen, was man kaufen möchte, dreidimensional erfahren, was früher lediglich auf dem flachen Papier zu sehen war und jetzt schon fühlen, was die Atmosphäre im Wohnzimmer vor den Panoramascheiben später ausmacht. Inklusive eines fotorealistischen Ausblicks auf die direkte Nachbarschaft. Willkommen in der digitalen Realität, willkommen vorab zu Hause.