(Hamburg, 20. März 2013) Produkplatzierungen haben sich zu einem festen Marketingkanal entwickelt. Neben der klassischen Plakat- und Printwerbung setzen Werbeagenturen und Unternehmen auch verstärkt auf diese Art der Kommunikation.

Weit bevor Product Placement als solches in der Öffentlichkeit bekannt wurde, haben Werbungtreibende Unternehmen hohe Summen in „versteckte“ Werbung investiert. In dem Film „Zurück in die Zukunft 2“ aus dem Jahr 1982 wurde zum Beispiel etwas länger die Kamera auf die Nike Schuhe von Michael J. Fox gehalten. Und 1999 war in „Fight Club“ auffällig oft das BMW Emblem zu sehen. Zu dieser Zeit war galt es allerdings noch als „Schleichwerbung“, Produkte in einem Film gezielt zu vermarkten.

Seit dem 1. April 2010 ist die gekennzeichnete Erwähnung oder Darstellung von Waren, Dienstleistungen, Namen, Marken und Tätigkeiten eines Herstellers oder eines Erbringers von Dienstleistungen in Sendungen gegen Entgelt oder eine ähnliche Gegenleistung mit dem Ziel der Absatzförderung erlaubt (§ 2 Abs. 2 Nr. 11 RStV). Allerdings nur im Bereich der leichten Unterhaltung. Diese beinhaltet u.a. Kinofilme, TV-Filme, TV-Serien, Sportsendung und Fernsehshows. Hinzu kommt, dass Product Placements zum Beginn, zum Ende und nach jeder Werbeunterbrechung mit einem „P“ und einem erläuterndem Hinweis, wie zum Beispiel „unterstütz durch Produktplatzierungen“, mindestens 3 Sekunden gekennzeichnet werden muss.

Jede Produktplatzierung muss vier wichtige Kriterien erfüllen damit sie den gesetzlichen Anforderungen entspricht:

– Die Unabhängigkeit bezüglich der Sendung darf nicht beeinträchtigt  werden

– Die Produktplatzierung darf nicht direkt zum Kauf auffordern

– Das Produkt darf nicht offensichtlich in den Vordergrund gerückt werden

– Es muss eindeutig auf Product Placements hingewiesen werden

Da Produktplatzierungen lange als verboten galten, gibt es nur wenige Werbe- und Mediaagenturen, die zwischen den Unternehmen und Produzenten vermitteln.